Archiv & Kommentare

Wurstelplatz und Luftverkauf

Copyright: Fritz Niemann
Da unser Heiminternetanschluß seit dem letzten Kugelblitz seinen Geist aufgegeben hat, berichte ich mal wieder live aus dem Café Stein mit Blick auf die Votivkirche. Sie hat es wirklich geschafft: Die Ortschaft Neufeld an der Leitha kann sich mit dem Titel "Coolste Gemeinde Österreichs" schmücken. Der Gemeinde die Krone aufgesetzt hat - die "Krone", gemessen am Bevölkerungsanteil, der sie liest (3.000.000 Österreicher von etwas mehr als 8 Mio.), immer noch die mit weitem Abstand erfolgreichste Zeitung Europas. Wie hat Neufeld an der Leitha das geschafft? Beim "Untergangsszene aus dem Film Titanic nachspielen am Neufelder See" waren sie die Besten. Dafür richtet die "Krone" ihnen jetzt ein Open-Air-Festival mit allem Drum und Dran aus. Gratulation!
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Star der österreichischen Innenpolitik ist zurzeit Verteidigungsminister Norbert Darabos (SPÖ). Wie er das geschafft hat, ist mir schleierhaft. Nur zur Erinnerung: die SPÖ und auch Kanzler Gusenbauer (SPÖ) haben den Wahlsieg unter anderem mit dem Versprechen geholt, "bedingungslos" aus dem von der ÖVP eingefädelten Eurofighter-Deal auszusteigen. Darabos (SPÖ) ist jetzt die Sensation gelungen: Er hat mit der EADS gehandelt. Und bei diesem Kuhhandel kam raus, dass Österreich jetzt "nur" noch 15 Eurofighter erhält. Statt 18. Das ist ja ein toller Verhandlungserfolg! Nochmal zur Erinnerung das Versprechen der SPÖ = 0 Eurofighter. Wir machen alles rückgängig! Friedensbewegte, wählt uns! 15 Kampflugzeuge scheinen jedenfalls genug, um das Land gegen die allgegenwärtig drohende Gefahr zu verteidigen. Übrigens: war da mal was mit Neutralität? Geh, bitte! Die EADS hat sich aber auch Mühe gegeben, die Öffentlichkeit, für sich zu gewinnen (Neudeutsch: Lobbying). Der Traditionsverein Rapid Wien, dessen Anhänger eher dem linken Spekrum zuzurechnen sind, erhält seit einiger Zeit einen Geldregen in Form von einer Million Euro jährlich. Scheint was gebracht zu haben. Und deshalb gratulieren wir an dieser Stelle unserem Politiker des Monats: Norbert Darabos (SPÖ)!
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Im Film "Die Hochstapler" sagte einer der vier befragten Betrüger, er habe den Mitgliedern der Hamburger Upper-Class - denen er Raketenflüge zum Mond für Millionenbeträge verkauft hatte - "eigentlich nur Luft verkauft". Auf einem viel kleineren Level bietet ein findiger Prater-Händler dieses Alltagsprodukt auch an. Schönes Wochenende!
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Zeitenwandel

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Leider erst Ende des Jahres

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Wienerisch für Anfänger (3)

Chinesenschotter, der. Pflanzengattung aus der Familie der Süßgräser mit langen Rispen und breiten Blättern, zu den sieben Getreidearten gehörig. Vor allem in asiatischen Ländern wie Japan, Thailand, Korea, Vietnam oder eben China, aber auch in den USA und in Europa angebaut. In der höchsten Qualitätsstufe Basmati-Chinesenschotter genannt. Haupternährungsmittel für die Hälfte der Erdbevölkerung.
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Ein typischer Wiener


aus: "Eine Reise in das Innere von Wien" von Jan Schütte, 1995; ORF2
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Opera Toilet

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Freud

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"Freud muß Leid, Leid muß Freude haben"
Goethe, Faust I, Der Nachbarin Haus/ Mephisto
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Inferno

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I am a horse, 2000

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Diese recht sinnfreie Freiluftperformance mit dem naheliegenden Titel "I am a horse/ich bin ein Pferd" schmückt sein gestern das MQ. Es sind zu sehen: zwei Pferde. Das ist ja mal richtig überraschend. Jetzt sind sie jedenfalls weg, da ihnen das heftige Wärmegewitter von vorhin nicht gut tat. Vielleicht lag es auch an der Musik, die sie den ganzen Tag berieselte und die mich auch fertig gemacht hätte. Weshalb 2000? Diese Zahl hat mein Counter heute angezeigt, seit März hat das Bitolablog schon zweitausend Besucher gehabt. Das ist nicht richtig viel, jede Online-Zeitung hat täglich so viele Besucher, aber darum soll es hier nicht gehen. Das tolle am Blogcounter ist, dass ich auch sehen kann, wie die Leute auf das Bitolablog kommen. Wenn jemand in die Suchmaschine Google eingibt: "Marsal Tito", landet er auf dem Bitolablog. Das liegt ja nahe, denken Sie jetzt. Aber auch die Suche "Marina Marina Marina download song" oder "wieviel km ist es von sofia nach thessaloniki" führt hierher. "Epinal Bordell" geht ebenso, obwohl ich nie über ein Bordell im Hotel Epinal geschrieben habe. Weitere Treffer landet man unter "Zerschmettert in Stücke", "Slowenische Flagge Pitbull", "Hand in hand we stand all across the land" oder auch "wo bekommt man Drogen in Griechenland".
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Wer mag sich hinter dieser Suche verbergen? Ein deutscher Tourist, verzweifelt nach dem Kick suchend, den er am Strand liegend nicht bekommen hat? Was sucht jemand, der "Engelsgesichter" in die Suchmaschine eintippt? Welcher fröhliche Internetsurfer gibt in den Computer ein: "Der Himmel ist blau, ich auch"? Wurde eine Frau von ihrem Mann beschimpft und googelt anschließend nach dem Ausdruck "Furie", um zu erfahren, was der gedemütigte Ehemann ihr an den Kopf warf? All diese Fragen kann der Blogcounter mir nicht beantworten - muss er auch nicht. Auch Hobbyköche scheinen sich von Google anregen zu lassen, worauf die Suche nach "Salat zum Grillfleisch" hinweist. Welches medizinische Problem jemand hat, der "Mann in Beinschere" eingibt, ist mir schleierhaft. Und ob mit dem Suchbegriff "Söders Brennerei" wirklich nach dem CSU-Generalsekretär gefahndet wird, ebenso, auch wenn man es ihm zutrauen würde. Der Surfer, der ein "Rauchverbotsschild zum downloaden" auf dem Bitolablog gesucht hat, fand es nicht. Und auch zum "Cevapcici Gesetz" konnte ich nichts Erhellendes beitragen. Aber essen würde ich den Balkan-Döner gerne mal wieder. Auch gegen das Gesetz.
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Liegen im Park wird legal

Aus der dem Lokalteil der heutigen Ausgabe der "Presse": "In Wien einfach nur im Gras zu liegen um die Sonne zu genießen kann teuer werden - es ist schlichtweg verboten. Während die Bundesgärten nun verstärkt und mit Hilfen von privaten Wachdiensten gegen Schwarz-Lieger vorgehen, schwenkt die Stadt auf den sanften Weg der Liberalisierung ein". Aufmüpfige Lieger müssen mit empfindlichen Strafen rechnen: "Erst vor wenigen Wochen wurde ein 36-jähriger Wiener mit einem Bußgeld von 105 Euro belegt. Grund: Mechanische Einwirkung auf Blumen in der gärtnerisch gestalteten Grünfläche". Da fällt einem nicht mehr viel ein. Andere Länder legalisieren Abtreibungen, Drogen oder Waffen. Die Stadt Wien das Liegen. Der Staat Österreich nicht. Es ist 38 Grad im Schatten.
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Hier beginnt die Reise

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Während die Länder der EU im Kampf gegen "illegale" Einwanderung immer enger zusammenarbeiten, zeigt die Situation auf Malta, dass die totale Abschottung Europas unmöglich ist. Ein interessanter Artikel von André Callus und Niklas Luhmann, Malta.
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Wienerisch für Anfänger (2)

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Frucht, die.
Vom Althochdeutschen fruht, vom Lateinischen frux oder fructus. Hierzulande synonym für den Fussball, der aus üblicherweise zwölf Fünfecken und 20 Sechsecken besteht. Üblicher Ausspruch etwa: "Knallt die Frucht zum Field Goal" oder auch "Die Frucht hatte zu wenig Fahrt, kein Problem für den Keeper von Aserbaidschan" (aus dem Spielbericht des legendären 2:0-Sieges gegen den Staat am Kaspischen Meer). Und, was die Nationalmannschaft betrifft, häufiger: "Die ham die Frucht einfach nicht gscheit nach vorn gebracht".
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Wienerisch für Anfänger

Reparaturseidl, das. Im allgemeinen Sprachgebrauch als Konterbier bekannt. Morgendliche Gerstensaftzufuhr, die durch erhebliche Flüssigkeitszufuhr am Vorabend ausgelöste Unwohlseinszustände wirksam bekämpfen kann.
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Bossless nicht Topless

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Heute gab die Kombo "Bossless" vor Hunderten begeisterter Besucher ihr Debut-Konzert auf dem Bacherplatz im fünften Bezirk. Der Beginn einer Weltkarriere. Vier Architekten, die schon bald Stadien füllen werden.
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Der französische Jelzin

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Blick nack vorne, Blick nach hinten

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Wien begrüßte mich am Sonntag mit einem Hagelinferno, die Kugeln waren kirschgroß und durchschlugen das lang ersehnte Schnitzel in Sekundenschnelle. Auf der Meldestelle heute morgen wollte man mich wieder wegschicken, da die Unterschrift des Vermieters fehlte. Auf meine Bemerkung hin, dass ich die ja auch fälschen könne, meinte der Herr am Empfang: "Machens was wollen, ich hab nix gsehn". Gesagt getan. Den Wisch mit einem schwarzen Stift ausgefüllt, die Unterschrift in blau simuliert und nach fünf Minuten war ich wieder in der Bim, welch ein Service.
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Tropisch

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und weiter gehts in der nächsten Woche aus.....Wien!
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Gegen die neoliberale Weltregierung

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Vor dem Bush-Besuch

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Elemente

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Barbarossa da Lampedusa

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Via del corso

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Felicitations!

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Das Bitolablog meldet sich das nächste Mal aus der Città eterna. Bis dahin: ein schönes Wochenende! Und ab Mitte Juni gehts dann urleiwand aus Wien weiter. Das ist mehr als halbsuper.
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Gelbe Zeiten

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